Bürgermeisterwahl in Schwentinental: Entscheidung durch mageres Kandidatenfeld erschwert!

Die Entscheidung für das Bürgermeisteramt ist für Schwentinental angesichts der anstehenden Herausforderungen und der mehr als schlechten finanziellen Ausgangslage von großer Bedeutung. Aus unserer Sicht benötigt dieses Amt vor allem Verwaltungskompetenz, Führungserfahrung, Verlässlichkeit und die Fähigkeit, konstruktiv mit der Politik, der Verwaltung und den Bürgern zusammenzuarbeiten.

Die FDP Schwentinental hatte den anderen Fraktionen der Stadtvertretung zwei - aus unserer Sicht - alle diese Punkte erfüllende, aussichtsreiche Kandidatinnen vorgeschlagen und um weitere Unterstützung geworben. Beide vorgeschlagenen FDP-Kandidatinnen haben für eine Kandidatur weitere Unterstützung vorausgesetzt, die ihnen bedauerlicherweise trotz der starken Qualifikationen aus parteipolitischem Kalkül nicht ermöglicht wurde. Somit tragen vor allem CDU, GVO, SWG und Grüne eine große Mitverantwortung, dass das Kandidatenfeld für die anstehende Bürgermeisterwahl so dünn besetzt ist.

In der ablaufenden Wahlperiode hat die FDP den amtierenden Bürgermeister Thomas Haß wiederholt deutlich kritisiert. Die Kritik bleibt besonders in Bezug auf die Kommunikation und die fragwürdige Prioritätensetzung entscheidender Projekte wie den Neubau eines Bauhofes bei der angespannten Haushaltslage aus unserer Sicht absolut berechtigt.

Bei der einzigen Gegenkandidatin sieht die FDP jedoch nicht nur die überaus große Nähe zur AFD – ihre Partei „Die Basis“ hat einen gemeinsamen Geschäftssitz mit der AFD in Schwentinental - als problematisch an. Auch scheint die einzige Motivation zur Kandidatur von Frau Lorenzen-Hoffmann der Wunsch „den Bürgern eine Wahl geben zu wollen“ gewesen zu sein. Offen bleibt, was sie dazu fachlich qualifiziert und mit welcher Erfahrung und Motivation sie diese Schlüsselposition der kommunalen Verwaltung auszufüllen gedenkt. Alle diese Punkte lassen aus unserer Sicht eine Unterstützung der Kandidatur definitiv nicht zu.

Vor diesem Hintergrund können wir als FDP-Ortsverband keine überzeugte Wahlempfehlung aussprechen. Wir möchten gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ehrlich bleiben und angesichts der von uns geübten Kritik am Amtsinhaber können wir seine Kandidatur nicht unterstützen. Noch weniger ist aus den genannten Gründen die Herausforderin eine echte Alternative zu Thomas Haß. Bei einer demokratischen Wahl gibt es auch die Möglichkeit sich zu enthalten.

Bei einer möglichen Wiederwahl erwarten wir jedoch eine deutliche Verbesserung bei der Amtsausführung. Denn nur so sehen wir eine zukunftsfähige Stadt, in der wir gerne leben.